Die Freiwillige Feuerwehr in Südtirol
Der Feuerwehrdienst in Südtirol wird ausgeübt von:305 Freiwilligen Feuerwehren in allen Gemeinden
1 Berufsfeuerwehr in Bozen
3 Betriebsfeuerwehren.
Der gesetzliche Auftrag gemäß Landesgesetz Nr. 15/2002 lautet:
• Vorbeugender und abwehrender Brandschutz
• Technische Hilfeleistung (Rettungs- und Hilfsmaßnahmen zur Vermeidung und Abwehr von Gefahren und Beeinträchtigungen jeglicher Art für Menschen, Tiere, Umwelt und Sachwerte) und
• Katastrophenhilfe.
Die Freiwilligen Feuerwehren in allen Ortschaften gewährleisten im ganzen Land flächendeckend den Personen- und Sachschutz bei Bränden und anderen Notfällen. Flächendeckend heißt, dass in allen bewohnten Gebieten unseres Landes innerhalb von höchstens 5 bis 10 Minuten nach Alarmierung ein Ersteinsatz durch die Feuerwehr erfolgt. Die freiwilligen Feuerwehrleute üben den gesamten Dienst (Einsatz, Übung, Schulung, Gerätewartung, Organisation, Verwaltung, Aufbringen der Haushaltsmittel usw.) ehrenamtlich aus, das heißt in ihrer Freizeit, im Urlaub oder in Freistellung vom Arbeitsplatz. Die Haushalte der Freiwilligen Feuerwehr werden im Durchschnitt zur Hälfte von der öffentlichen Hand (Gemeinden und Land) und zur Hälfte von der Bevölkerung getragen.
Der Landesverband der Freiwilligen Feuerwehren
Der Landesverband der Freiwilligen Feuerwehren wurde im Jahre 1955 gegründet.Im Landesverband sind alle Freiwilligen Feuerwehren des Landes durch die 9 Bezirksverbände vertreten; der Landesverband vertritt nach außen alle Freiwilligen Feuerwehren des Landes.
Der Sitz des Landesverbandes und der Landesfeuerwehrschule befindet sich in Vilpian. (Gemeinde Terlan, Provinz Bozen, Italien)
Die Aufgaben des Landesverbandes lassen sich in drei Bereiche einteilen:
Führung der Landesfeuerwehrschule
Schulung und Ausbildung der Freiwilligen Feuerwehren Südtirols und der Betriebsfeuerwehren und Weiterentwicklung der Aus- und Weiterbildung;
Abhaltung von Brandschutzkursen für Betriebe, Organisationen; Bereitstellung von Lehrsälen, Übungsanlagen, Mensa und Heim für Schulungen und Veranstaltungen anderer Rettungsorganisationen
Die technische Betreuung und Beratung der Freiwilligen Feuerwehren Südtirols in allen Bereichen des abwehrenden Brand- und Katastrophenschutzes (z.B. auf den Gebieten Atemschutz, Körperschutz, Funk, Messtechnik, Fahrzeuge und Geräte, etc.)
die Verwaltung
Betreuung der Freiwilligen Feuerwehren in allen Verwaltungs-angelegenheiten, Versicherungswesen, Dienstführerscheine, Feuerwehr-fahrzeugregister, Bearbeitung der Landesbeiträge, Mitgliederverwaltung, Ehrungen, Planungen, Feuerwehrzeitung, usw.
Das Ausbildungskonzept
Die schulmäßige Ausbildung der Feuerwehrleute erfolgt an der Landesfeuerwehrschule in Vilpian. Die Schulungstätigkeit umfasst neben den Freiwilligen Feuerwehren auch die Betriebsfeuerwehren, sowie die Schulung anderer Kategorien.
Das Ausbildungsprogramm wird jährlich auf Vorschlag des Landesfeuerwehrverbandes vom Sonderbetrieb für die Feuerwehr- und Zivilschutzdienste festgelegt. Der Landesfeuerwehrverband ist mit der Organisation und Durchführung der Lehrgänge beauftragt. Die Ausbildung wird von hauptamtlichen Lehrkräften durchgeführt; zur Abhaltung von Sonderlehrgängen werden fallweise auch in- und ausländische Referenten beigezogen.
Das Ausbildungskonzept der Landes-feuerwehrschule sieht folgende Kategorien vor:
Grundausbildung
Fachausbildung
Sonderausbildung
Führungsausbildung
Insgesamt werden derzeit rund 25 Lehrgänge für Feuerwehrleute angeboten.
Es werden auch Nachschulungen in Form von eintägigen Lehrgängen für Feuerwehrleute, welche die Ausbildungslehrgänge schon vor längerer Zeit besucht haben, abgehalten.
Quelle: www.lfvbz.it



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